Graftkit

Allgemeine Geschäftsbedingungen

Stand: 23. August 2026 · B2B-SaaS · rechtliche Prüfung vor öffentlichem Launch ausstehend

1. Geltungsbereich und Vertragspartner

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für die Nutzung der Software-as-a-Service-Leistung Graftkit durch Unternehmer im Sinne des § 14 BGB, juristische Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtliche Sondervermögen. Graftkit richtet sich nicht an Verbraucher.

Vertragspartner ist der im Impressum genannte Betreiber. Abweichende Bedingungen des Kunden gelten nur, wenn ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zugestimmt wurde.

2. Leistungsgegenstand

Graftkit ermöglicht es dem Kunden, zeitlich begrenzte Aktionen auf von ihm verwalteten Websites über ein eingebundenes Script zu konfigurieren und auszuspielen. Der konkrete Funktionsumfang und die jeweils geltenden Website- und Aktionslimits ergeben sich aus der Tarifbeschreibung bei Vertragsschluss.

Nicht geschuldet sind eine bestimmte geschäftliche Wirkung, eine bestimmte Conversion-Rate, eine unterbrechungsfreie Erreichbarkeit von Drittsystemen oder die rechtliche Prüfung einer Kampagne. KI-gestützte Hilfen beim Setup ersetzen keine eigene Kontrolle; die Auslieferung auf Kundenseiten erfolgt deterministisch.

3. Registrierung, Testphase und Vertragsschluss

Ein Vertrag setzt ein Benutzerkonto mit wahrheitsgemäßen Angaben und einer erreichbaren E-Mail-Adresse voraus. Der Kunde schützt Zugangsdaten vor unbefugtem Zugriff und informiert den Betreiber unverzüglich über einen Missbrauchsverdacht.

Die Testphase dauert einmalig pro Inhaberkonto exakt 14 Tage ab der ersten Workspace-Erstellung, ohne Kreditkarte. Sie umfasst den ausgewählten Tarif, ohne Auswahl Solo. Weitere Workspaces, Tarifwechsel oder Checkout-Versuche verlängern die Frist nicht. Ohne bezahltes Abonnement enden danach Veröffentlichung, Auslieferung und neue kostenpflichtige Hintergrundaufträge. Anmeldung, Lesen bestehender Daten, Deaktivierung und Abo-Abschluss bleiben möglich. Es erfolgt keine automatische Abbuchung. Ein bestätigter Checkout aktiviert den kostenpflichtigen Tarif sofort, auch während des Tests.

4. Pflichten des Kunden

Der Kunde darf Graftkit nur für Websites einsetzen, für die er zur technischen Einbindung und inhaltlichen Steuerung berechtigt ist. Er bleibt für Kampagneninhalte, Preisangaben, Laufzeiten, Einwilligungen, die Konfiguration eines passenden Consent-Modus sowie die Information der Besucher verantwortlich.

Unzulässig sind insbesondere rechtswidrige Inhalte, Schadcode, die Umgehung von Sicherheitsmechanismen, unbefugte Zugriffe, eine Nutzung entgegen Rechten Dritter oder eine Belastung der Systeme, die über den vertragsgemäßen Gebrauch hinausgeht.

5. Preise und Zahlung

Es gelten die bei der Bestellung angezeigten Preise. Aufgrund der Kleinunternehmerregelung gemäß § 19 UStG wird keine Umsatzsteuer ausgewiesen. Abgerechnet wird nach Tarif und Abrechnungsperiode, nicht nach Pageviews oder Ereignissen. Zahlungen und Rechnungen werden über Stripe abgewickelt; Graftkit speichert keine vollständigen Kartendaten.

Bei fehlgeschlagener Zahlung wird der Produktivzugang gesperrt; eine noch gültige Testberechtigung bleibt bis zu ihrem ursprünglichen Ende bestehen. Gesetzliche Zurückbehaltungs- und Aufrechnungsrechte bleiben unberührt; eine Aufrechnung ist im Übrigen nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Forderungen zulässig.

6. Laufzeit und Kündigung

Kostenpflichtige Tarife laufen monatlich oder jährlich und verlängern sich um die jeweilige Abrechnungsperiode, wenn sie nicht zum Periodenende gekündigt werden. Die Kündigung kann im Graftkit-Dashboard unter Abrechnung erfolgen. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt bestehen.

Nach Vertragsende kann der Kunde die weitere Ausspielung beenden, indem er das Graftkit-Script von seinen Websites entfernt. Eigene Script-Domains sollten geplant umgestellt werden, da eine Entfernung bestehende Installationen unterbrechen kann.

7. Nutzungsrechte und Kundeninhalte

Der Kunde erhält für die Vertragsdauer ein einfaches, nicht übertragbares Recht, Graftkit im vereinbarten Umfang zu nutzen. Rechte an der Software, Dokumentation und Marke verbleiben beim Betreiber.

An vom Kunden eingestellten Inhalten behält der Kunde seine Rechte. Er räumt dem Betreiber die zur Speicherung, Verarbeitung und Auslieferung im Rahmen des Vertrags erforderlichen Rechte ein und sichert zu, über alle dafür notwendigen Rechte zu verfügen.

8. Verfügbarkeit, Wartung und Änderungen

Der Betreiber bemüht sich um eine hohe Verfügbarkeit, schuldet jedoch kein bestimmtes Service-Level, soweit nicht gesondert vereinbart. Wartung, Sicherheitsupdates, höhere Gewalt sowie Ausfälle von Hosting-, DNS-, E-Mail-, Zahlungs- oder Kundensystemen können die Verfügbarkeit einschränken.

Der Funktionsumfang darf weiterentwickelt werden, sofern der Vertragszweck nicht unzumutbar beeinträchtigt wird. Sicherheitskritische oder rechtlich erforderliche Änderungen können kurzfristig erfolgen.

9. Haftung

Der Betreiber haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei schuldhafter Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit sowie nach zwingenden gesetzlichen Vorschriften. Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.

Im Übrigen ist die Haftung bei leichter Fahrlässigkeit ausgeschlossen. Der Kunde ist insbesondere für eigene Kampagnenfreigaben, rechtliche Pflichtangaben, Backups seiner Ausgangsinhalte und die Entfernung des Scripts nach Vertragsende verantwortlich.

10. Datenschutz und Auftragsverarbeitung

Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten enthält die Datenschutzerklärung. Soweit Graftkit personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeitet, schließen die Parteien vor der produktiven Nutzung eine Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO. Eine Beschreibung des vorgesehenen Rahmens ist unter /avv abrufbar.

11. Schlussbestimmungen

Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist – soweit zulässig – der Sitz des Betreibers Gerichtsstand.

Sollte eine Bestimmung unwirksam sein oder werden, bleiben die übrigen Bestimmungen unberührt. Änderungen dieser AGB werden dem Kunden in Textform mit angemessener Frist mitgeteilt, soweit nicht eine ausdrückliche Zustimmung erforderlich ist.