Der Google Tag Manager liegt auf vielen Kundenseiten ohnehin schon – und er kann HTML injizieren. Für ein einzelnes Banner ist das der schnellste Weg. Die Frage ist nicht, ob es geht, sondern was es dich beim zehnten Kunden kostet.
Was mit GTM gut funktioniert
Ein Custom-HTML-Tag mit etwas Markup und CSS, ein Trigger auf bestimmten Seiten, veröffentlichen – fertig. Kein zusätzliches Werkzeug, keine weiteren Kosten, volle Kontrolle über das Markup. Wenn du technisch arbeitest und ein Banner brauchst, ist das völlig legitim.
Wo es im Agenturbetrieb kippt
- Jede Aktion ist Handarbeit: HTML und CSS pro Kunde, ohne Editor und ohne Vorschau für den Kunden.
- Kein echtes Ablaufdatum: Du kannst zwar auf Datum triggern, aber niemand entfernt das Tag – es bleibt liegen und wächst zum Altbestand an.
- Keine Rollen für Kunden: Wer den Aktionstext ändern darf, bekommt Zugriff auf den Container – also auf das gesamte Tracking-Setup.
- Keine übergreifende Übersicht: Jeder Container ist eine Insel; du siehst nirgends, was gerade auf allen Kundenseiten läuft.
- Consent-Fragen und Veröffentlichungsprozesse hängen mit drin – ein Banner-Deploy wird zum Tracking-Deploy.
Der Punkt mit den Rollen ist im Alltag der härteste. Entweder du machst jede Textänderung selbst, oder du gibst den Container heraus. Beides ist keine gute Antwort.
| Kriterium | Graftkit | Google Tag Manager |
|---|---|---|
| Kosten | Abo nach betreuten Websites | Kostenlos in der Standardvariante |
| Aktion anlegen | Im Dashboard: Text, Platzierung, Zeitraum | Custom-HTML-Tag von Hand schreiben |
| Ablaufdatum | Pflichtfeld, Aktion endet automatisch | Trigger-Bedingung; das Tag selbst bleibt bestehen |
| Übersicht über alle Kundenseiten | Zentrales Dashboard | Ein Container pro Website |
| Kundenzugriff | Abgegrenzte Kundenrollen pro Website | Containerzugriff – alles oder nichts |
| Preis-Override | Vorgesehener Anwendungsfall mit Element-Mapping | Nur als selbst gebautes Skript |
| Auslieferung | Signiertes Payload, deterministische Auswertung im Browser | Beliebiges Skript im Container |
| Flexibilität für Sonderfälle | Auf Aktionen begrenzt | Praktisch unbegrenzt – es ist dein Code |
Die pragmatische Aufteilung
In vielen Agenturen ist die saubere Trennung: GTM bleibt für Tracking und technische Sonderfälle, wiederkehrende Aktionen laufen über ein eigenes Werkzeug. Damit wird der Container nicht zur Ablage für halb vergessenes Kampagnen-HTML – und Aktionen bekommen ein Ende, das nicht am Gedächtnis hängt.
Wie das Agentur-Setup aussieht, steht auf der Agentur-Seite; die Abrechnung nach betreuten Websites unter Preise. Ausführlicher zum Thema: Website-Banner ohne Plugin.
Aktionen auf allen Kundenseiten steuern
Ein Script pro Kundenseite, Aktionen zentral im Dashboard, Ablaufdatum immer gesetzt. Graftkit ist in geschlossener Beta – frag deinen Zugang an.