Fassung 2026-10-19-v2 · Stand 19. Oktober 2026
Allgemeine Geschäftsbedingungen
B2B-Vertrag mit integrierter Leistungsbeschreibung
1. Anbieter und Geltungsbereich
Anbieter ist Benedikt Balint, handelnd unter Graftkit, Wasserstr. 4, 77652 Offenburg, Deutschland, hello@graftkit.dev. Diese Bedingungen gelten ausschließlich gegenüber Unternehmern im Sinne des § 14 BGB, juristischen Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtlichen Sondervermögen. Eine Nutzung als Verbraucher ist nicht vorgesehen.
Kunde ist das bei der Workspace-Erstellung mit juristischem Namen und Geschäftsanschrift bezeichnete Unternehmen. Die handelnde Person versichert ihre Vertretungsbefugnis. Für Agenturen bleibt das bezeichnete Unternehmen Vertragspartner; weitere Unternehmen werden nicht allein durch eine Einladung Vertragspartei. Abweichende Kundenbedingungen bedürfen unserer ausdrücklichen Zustimmung in Textform.
2. Vertragsschluss und Dokumentensatz
Mit Bereitstellung des freigegebenen Vertragsdialogs bietet der Anbieter den dort beschriebenen Vertrag an. Der vertretungsberechtigte Workspace-Inhaber nimmt dieses Angebot durch ausdrückliche Bestätigung von B2B-Eigenschaft, Vertretungsrecht, AGB und AVV einschließlich Anlagen und anschließender Workspace-Erstellung an. Die Datenschutzhinweise sind eine Information und keine pauschale Einwilligung. Eingeladene Mitglieder schließen keinen weiteren Unternehmensvertrag.
Maßgeblich sind der im Annahmedialog bezeichnete Tarif und der dort bezeichnete Dokumentensatz. Die Vertragsbestätigung hält Unternehmen, Anschrift, annehmende Person, Zeitpunkt und Dokumentversion fest. Der Nachweis und die Fassungen sollen dem Inhaber in den Einstellungen zum Speichern und Drucken bereitstehen. Vertrags- und Supportsprache ist Deutsch. Die Veröffentlichung allein schließt keinen Vertrag; erforderlich ist die ausdrückliche Annahme im freigeschalteten Vertragsdialog.
3. Leistungsbeschreibung und Grenzen
Graftkit stellt eine webbasierte Anwendung zum Verbinden und Verwalten von Websites, zur Konfiguration zeitlich begrenzter Kampagnen, zur Zuordnung von Website-Bereichen sowie zur signierten Auslieferung über ein vom Kunden eingebundenes Script bereit. Je nach gebuchtem Tarif gehören Team- und Agenturfunktionen, Ereignisauswertung, Berichte, Schnittstellen und eigene Script-Domains zum Umfang. Konkrete Website-, Kampagnen-, Nutzungs- und Ressourcenlimits sowie Preise ergeben sich aus der bei Bestellung angezeigten Tarifbeschreibung.
Website-Erfassung und KI-Funktionen unterstützen die Einrichtung. Sie können Inhalte, bereinigte Website-Ausschnitte, Screenshots und technische Metadaten verarbeiten. Ergebnisse können unvollständig oder falsch sein und benötigen die Freigabe des Kunden. Eine rechtliche Prüfung von Kampagnen, eine bestimmte Conversion-Rate, Umsatzwirkung oder Kompatibilität mit jeder fremden Website wird nicht geschuldet. Änderungen fremder Websites können eine erneute Zuordnung erfordern.
Die Auslieferung setzt eine korrekte Einbindung, erreichbare Systeme und die vom Kunden freigegebene Konfiguration voraus. Fremde Consent-Manager, Browser-Schutz, Netzwerk- oder DNS-Störungen können Funktionen einschränken. Es besteht ohne gesonderte Vereinbarung kein bestimmtes Service-Level und kein Anspruch auf einen bestimmten KI-Anbieter. Der Anbieter darf sicherheitsrelevante Funktionen anpassen; wesentliche vereinbarte Leistungen dürfen nicht ohne angemessenen Ausgleich entzogen werden.
4. Testphase
Die kostenlose Testphase dauert einmalig pro Inhaberkonto 14 Tage ab erster Workspace-Erstellung. Sie startet ohne Kreditkarte. Workspace-Neuanlage oder Tarifwechsel verlängern sie nicht. Maßgeblich sind die im Produkt angezeigten Testlimits. Ohne kostenpflichtigen Abschluss erfolgt keine automatische Belastung. Ein erfolgreich bestätigter kostenpflichtiger Abschluss aktiviert den gebuchten Tarif unmittelbar.
Nach Ablauf der Testphase ohne aktives Abonnement stehen produktive Veröffentlichung, Auslieferung und neue kostenpflichtige Hintergrundarbeiten nicht mehr zur Verfügung. Zugang zu vorhandenen Daten, Deaktivierung, Vertragsverwaltung und eine Datenrückgabeanfrage bleiben nach den dafür vorgesehenen Verfahren möglich. Testdaten werden nicht allein wegen Trial-Ablaufs sofort gelöscht.
5. Kundenpflichten und Rechte
Der Kunde darf nur berechtigt verwaltete Websites verbinden. Er verantwortet Inhalte, Rechte Dritter, Preisangaben, Kampagnenfristen, Rechtsgrundlagen, Besucherinformationen und erforderliche Einwilligungen seiner Websites. Er prüft KI-Vorschläge und erteilt keine rechtswidrigen Weisungen. Besonders sensible Daten nach Art. 9 DSGVO, strafrechtliche Daten, Passwörter, Zahlungsgeheimnisse oder vertrauliche Endkundendaten dürfen ohne gesonderte Vereinbarung nicht in Prompts, Kampagnen oder Website-Erfassungen eingestellt werden.
Zugangsdaten und Berechtigungen sind sorgfältig zu verwalten; Missbrauch ist unverzüglich zu melden. Verboten sind Schadcode, unbefugter Zugriff, Umgehung von Limits oder Schutzmechanismen und rechtswidrige Inhalte. Bei konkreter Gefahr darf der Anbieter betroffene Funktionen verhältnismäßig sperren, informiert den Kunden und ermöglicht die Klärung. Berechtigte Datenzugangs- und Rückgabeansprüche bleiben bestehen.
Der Kunde behält die Rechte an seinen Inhalten und räumt nur die zum Betrieb erforderlichen Nutzungsrechte ein. Er erhält für die Vertragsdauer das einfache, nicht übertragbare Nutzungsrecht im vereinbarten Umfang; Software und Marken verbleiben beim Anbieter beziehungsweise den Rechteinhabern.
6. Preise, Abrechnung und Änderungen
Es gelten die vor kostenpflichtigem Abschluss angezeigten Preise, Abrechnungsperioden und Limits. Nach § 19 UStG wird aufgrund der Kleinunternehmerregelung keine Umsatzsteuer ausgewiesen. Für eine spätere Freischaltung kostenpflichtiger Abschlüsse ist Stripe vorgesehen; vollständige Kartendaten werden nicht in Graftkit gespeichert. Im kontrollierten Betrieb wird kein neuer kostenpflichtiger Abschluss angeboten. Eine kostenpflichtige Zusatzleistung setzt eine entsprechende Bestellung voraus.
Bei Zahlungsausfall können kostenpflichtige Funktionen nach Hinweis eingeschränkt werden. Eine bestehende Testberechtigung verlängert sich dadurch nicht. Gesetzliche Zurückbehaltungsrechte bleiben unberührt. Tarifwechsel und ihre Wirksamkeit werden im Bestelldialog angezeigt. Preisänderungen für bestehende Verträge erfordern eine wirksame Vereinbarung; diese AGB begründen kein beliebiges einseitiges Preisanpassungsrecht.
7. Laufzeit, Kündigung und Mängel
Bezahlte Tarife laufen nach Wahl monatlich oder jährlich und verlängern sich um die gewählte Periode, sofern sie nicht zum Periodenende gekündigt werden. Kündigung ist über die Abrechnung im Dashboard oder per E-Mail an hello@graftkit.dev mit eindeutiger Zuordnung zum Workspace möglich. Das Recht zur Kündigung aus wichtigem Grund bleibt bestehen.
Störungen sind mit nachvollziehbarer Beschreibung zu melden. Der Anbieter prüft und behebt vertragswidrige Fehler im angemessenen Umfang. Gesetzliche Mängelrechte bleiben unberührt; bei wesentlichen nicht behobenen Störungen gelten die gesetzlichen Voraussetzungen für Minderung und Kündigung. Wartung und Sicherheitsaktualisierungen können vorübergehende Einschränkungen erfordern.
8. Vertragsende, Rückgabe und Löschung
Der Kunde kann Inhalte vor Vertragsende sichern und über hello@graftkit.dev Datenrückgabe oder Löschung beauftragen. Es wird kein allgemeiner automatisierter Export angeboten. Der manuelle Ablauf ist in Abschnitt 9 der AVV beschrieben und umfasst Authentifizierung, Abgrenzung, Formatabstimmung, geschützte Übergabe und dokumentierte Löschung. Gesetzliche Ansprüche werden durch diesen Ablauf nicht beschränkt.
Der Kunde entfernt oder deaktiviert die Einbindung nach Vertragsende und berücksichtigt eigene Domains und Integrationen. Personenbezogene Auftragsdaten werden nach seiner Wahl zurückgegeben oder gelöscht, soweit keine gesetzliche Speicherung entgegensteht. Eine sofortige Entfernung aus sämtlichen Provider-Sicherungen wird nicht zugesagt. Verbleibende Kopien müssen gesperrt, auf notwendige Aufbewahrung begrenzt und bei Wiederherstellung erneut bereinigt werden.
9. Haftung
Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz, grober Fahrlässigkeit, schuldhafter Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, ausdrücklich übernommenen Garantien und zwingender gesetzlicher Haftung. Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten ist die Haftung auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt. Wesentliche Pflichten ermöglichen die ordnungsgemäße Vertragsdurchführung und auf ihre Erfüllung darf der Kunde regelmäßig vertrauen.
Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen. Die vorstehenden Grenzen gelten auch für Erfüllungsgehilfen. Gesetzliche Ansprüche betroffener Personen, insbesondere nach Art. 82 DSGVO, werden nicht eingeschränkt. Der Kunde bleibt für die Sicherung seiner Ausgangsinhalte und seine Kampagnenentscheidungen verantwortlich.
10. Datenschutz, Änderungen und Schlussbestimmungen
Die AVV mit TOM und Unterauftragnehmeranlage gehört zum angenommenen Dokumentensatz, soweit personenbezogene Daten im Auftrag verarbeitet werden; sie geht für diesen Bereich entgegenstehenden AGB vor. Eigenverantwortliche Konto-, Vertrags- und Abrechnungsverarbeitung wird in den Datenschutzhinweisen erläutert.
Geänderte Vertragsbedingungen werden als neue Fassung mitgeteilt. Schweigen ersetzt keine erforderliche Zustimmung. Bereits angenommene Fassungen bleiben nachvollziehbar. Individuelle Vereinbarungen haben Vorrang. Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Für Kaufleute, juristische Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtliche Sondervermögen ist der Sitz des Anbieters Gerichtsstand, soweit gesetzlich zulässig. Bei Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen gilt das Gesetz; der übrige Vertrag bleibt bestehen.
Graftkit · Benedikt Balint · hello@graftkit.dev
Dokument: agb · Fassung: 2026-10-19-v2
Kanonische Adresse: https://www.graftkit.dev/rechtliches/2026-10-19-v2/agb