Fassung 2026-10-19-v2 · Stand 19. Oktober 2026
Technische und organisatorische Maßnahmen
Anlage zur AVV · nachvollziehbarer Stand statt pauschaler Sicherheitsgarantie
1. Einordnung und Zuständigkeit
Diese Anlage beschreibt technische Schutzmechanismen des Graftkit-Quellcodes und die bei Vertragsfreigabe organisatorisch zu erfüllenden Verfahren. Sie ist keine Zertifizierung und keine Aussage über unüberprüfte Anbieter-Kontoeinstellungen. Betreiber und Kunde berücksichtigen die Risiken ihrer konkreten Daten. Besonders sensible Daten sind vom Standardumfang ausgeschlossen.
2. Zugang und Mandantentrennung
Konten, Authentifizierung und Backend werden über Convex und die eingebundene Authentifizierung bereitgestellt. Geschützte Funktionen prüfen Workspace-Mitgliedschaft und erforderliche Rollen. Berechtigungen für Inhaber, Verwaltung, Bearbeitung und Lesen sowie kundenspezifische Zuordnungen begrenzen die Bedienung. Der Kunde entfernt nicht mehr benötigte Einladungen und Mitglieder.
Der Betreiber verwaltet Infrastrukturzugänge persönlich und zweckgebunden, begrenzt Zugang zu produktiven Daten und dokumentiert Freigaben sowie Entzug. Für neue Mitwirkende sind Vertraulichkeit und Zugriffsumfang vor Zugriff zu klären. Ein durchgängiger Zwang zu Mehrfaktor-Authentifizierung für alle Endnutzer wird mit dieser Anlage nicht zugesagt.
3. Übertragung, Integrität und sichere Verarbeitung
Die bereitgestellten Dienste verwenden HTTPS. Veröffentlichungen werden signiert; die Laufzeit prüft die dafür vorgesehenen Schlüssel und Payloads. Serverseitige Geheimnisse gehören nicht in ausgelieferte Kundenscripte. Backend-Validierung, begrenzte Eingaben und Freigabeprüfungen sollen unberechtigte Veröffentlichung und Veränderung verhindern.
Die Website-Erfassung enthält Schutz gegen unzulässige Zieladressen und bereinigt HTML sowie Inventardaten. Die Verarbeitung von Screenshots und fremden Seiten kann dennoch personenbezogene Restinhalte enthalten. Der Kunde erfasst nur geeignete Seiten und prüft Material vor Nutzung. Keine Behauptung vollständiger Anonymität oder allgemeiner Ende-zu-Ende-Verschlüsselung wird abgegeben.
4. Protokollierung und Minimierung
Sicherheits- und Änderungsereignisse sowie technische Betriebsdaten werden zweckbezogen protokolliert. Ereignisse werden nach 90 Tagen, gewöhnliche Audit- und Betriebshistorie grundsätzlich nach 30 Tagen in Batches bereinigt; laufende oder referenzierte Vorgänge sind ausgenommen. Die Bereinigung ist keine sekundengenaue Löschgarantie. Ihre lokale Prüfung ersetzt keine vollständige Abnahme aller Speicherfehler- und Wiederanlauffälle in der Produktionsumgebung. Trial-Wiedererkennung ist pseudonym und hat derzeit keine automatische Bereinigung.
Die für die Freigabe vorbereitete KI-Konfiguration sendet Aufgaben- und Umgebungskennzeichnungen an das Gateway, jedoch keine gesonderte Nutzer- oder Workspace-ID zur dortigen Nutzungszuordnung. Eingabetexte, URLs und Screenshots können weiterhin personenbezogene Inhalte enthalten. Die Anwendung begrenzt Modelle, Anbieter, Eingabeumfang, Zeit und Wiederholungen; die für den Start vorgesehenen Datenschutzfilter sind in der Unterauftragnehmeranlage beschrieben. Technische Nutzungs- und Routingdaten werden weiterhin verarbeitet.
5. Verfügbarkeit und Wiederherstellung
Das Produktionsbackend läuft bei Convex, Inc. im Standardstandort Irland (AWS eu-west-1) im aktiven Starter-Tarif (Starter Plus). Bei der Kontoprüfung am 19. Oktober 2026 vor Aufnahme der gewählten Routine waren weder periodische Cloud-Sicherungen konfiguriert noch manuell angelegte Cloud-Backups vorhanden. Anbieterinterne Wiederherstellungskopien sind hiervon zu unterscheiden; aus den Kontodaten ergibt sich keine allgemeine Aussage über deren Bestand.
Am 18. Oktober 2026 wurde eine vollständige betreiberseitige Sicherung einschließlich Komponenten und Dateien verschlüsselt abgelegt und in einer isolierten Umgebung wiederhergestellt; die Prüfung wurde dokumentiert. Dies ist eine einzelne nachgewiesene Durchführung, kein eingerichteter täglicher Sicherungsbetrieb. Die Sicherung liegt auf einem lokalen Betreibergerät. Verantwortlich ist Benedikt Balint. Für den weiteren Betrieb ist eine manuelle tägliche Convex-Sicherung einschließlich Dateien sowie vor wesentlichen Datenänderungen festgelegt, mit höchstens zwei rollierenden erfolgreichen Snapshots und höchstens sieben Tagen je Snapshot. Der erste Lauf dieser gewählten Routine ist hier noch nicht als ausgeführt bestätigt und muss vor erster Kundenverarbeitung erfolgreich mit Dateien belegt sein. Das historische lokale Archiv wird am 19. November 2026 auf weiteren Bedarf und Löschung geprüft. Zusätzliche lokale Kopien neuer Produktionsdaten bleiben bis zur Prüfung von Speicherland, Datenträgerverschlüsselung, Syncausschluss und getrennter Schlüssel-/Recoveryverfügbarkeit deaktiviert. Eine unabhängige Offsitesicherung ist nicht belegt. Feste Wiederanlaufzeiten oder ein Service-Level werden nicht zugesagt.
6. Betrieb, Vorfälle und Überprüfung
Änderungen werden versioniert und vor Freigabe angemessen geprüft. Abhängigkeiten und Zugriffe werden risikobezogen überprüft. Gemeldete Sicherheitsprobleme werden bewertet und behoben; bei Vorfällen gelten Melde- und Unterstützungsverfahren der AVV. Ein ständig besetzter Bereitschaftsdienst oder regelmäßiger externer Penetrationstest ist nicht Teil dieser Beschreibung.
Der Betreiber dokumentiert Weisungen, Vorfallentscheidungen, Datenrückgaben und Löschbestätigungen mit erforderlichen Ausnahmen. Die Wirksamkeit der Maßnahmen wird bei wesentlichen Änderungen und regelmäßig risikobezogen geprüft. Verantwortlich ist Benedikt Balint; Support, Weisungen und Vorfälle laufen über hello@graftkit.dev. Die organisatorischen Regeln sind festgelegt; ihre tatsächliche Durchführung und die noch ausstehenden Betriebsbelege werden getrennt dokumentiert.
Graftkit · Benedikt Balint · hello@graftkit.dev
Dokument: tom · Fassung: 2026-10-19-v2
Kanonische Adresse: https://www.graftkit.dev/rechtliches/2026-10-19-v2/tom